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Mitteilungen

Die Vorstandswahl fand statt
am 18.März 2017

Es wurde der neue Vorstand von 7 Mitgliedern und ein neuer Beirat ( siehe Förderverein) für die nächsten 3 Jahre gewählt.

 

Presseerklärung 2014
Warum geht es mit dem Palais im Großen Garten nicht voran?

Der Förderverein Palais Großer Garten e.V. engagiert sich mit seinen 245 Mitgliedern seit Oktober 2000 für die festlich-repräsentative Nutzung und für die denkmalgerechte Wiederherstellung des Palais im Großen Garten. Seinen Aktivitäten ist es wesentlich zu verdanken, dass dieses für die europäische Kunst- und Kulturgeschichte außerordentlich bedeutsame Gebäude seit nunmehr 14 Jahren wieder für die Öffentlichkeit wenigstens eingeschränkt nutzbar ist, nachdem durch den Eigentümer, dem Freistaat Sachsen, die äußere Hülle wieder hergestellt wurde.

Jedoch ist diese Entwicklung in den letzten Jahren nicht kontinuierlich vorangeschritten. Wir beklagen eine Stagnation. Die Beletage – der eigentliche Festsaal – zeigt sich nach wie vor in ruinösem Bestand. Die zuständigen Instanzen des Freistaates unternehmen seit geraumer Zeit nichts, die Inkunabel des Sächsischen Barock in einen angemessenen Zustand zu versetzen.

Umfangreiche restauratorische und planerische Vorarbeiten für eine denkmalgerechte Wiederherstellung des Festsaales wurden mit maßgeblicher finanzieller Unterstützung des Fördervereins durch das Staatliche Immobilien- und Baumanagment seinerzeit veranlasst, dann jedoch im Jahr 2009 aus finanziellen Gründen abrupt unterbrochen. Aufwändig angefertigte sog. Muster- bzw. Probeplatten stauben vor sich hin.

Der Förderverein hat ein Positionspapier vorgelegt, welches die denkmalpflegerische Wiederherstellung in Teilabschnitten vorschlägt, um so nutzungsbedingte Verbesserungen zu erreichen (Schaffung der Barrierefreiheit durch Einbau eines behindertengerechten Aufzuges, Einbau einer Fußbodenheizung anstelle des vorhandenen, energetisch höchst uneffizienten Heizungs-Provisoriums).

Entscheidend für den optischen Gesamteindruck des Festsaales wäre die Wiederherstellung der ursprünglichen Deckengeometrie. Die Vorgehensweise in baulichen Teilabschnitten ermöglichte den Einsatz finanzieller Mittel über einen längeren Zeitraum (Haushaltsperioden). Eine nicht vom Förderverein zu beziffernde Pauschalsumme des Gesamtprojektes wird von verantwortlichen Stellen des Freistaates als Totschlagargument benutzt, um mit der Begründung nicht vorhandener Finanzmittel dieser erstrangigen kulturpolitischen Bauaufgabe aus dem Wege  zu gehen.

Freuen wir uns trotz dieser gegenwärtig unerfreulichen Situation auf den 300. Jahrestag des Venusfestes, das als Teil der glanzvollen Planetenfeste August des Starken anlässlich der Vermählung seines Sohnes Friedrich August mit der Kaisertochter Maria Josepha im September 1719 in und um das Palais im Großen Garten stattfand – eine großartige und einmalige Gelegenheit, einen der wenigen authentischen Orte dieser kulturhistorischen Festivität von europäischem Rang im Jahr 2019 ins rechte Licht zu rücken!

Dresden, den 22.10.2014

Reinhard Decker
Vorsitzender